Montag, 16. März 2009

Fundstücke

Und weiter geht es mit den Fundstücken aus unserem Keller. All das Räumen und Sortieren hat sich gelohnt. Der Keller ist praktisch leer (wenn man von den paar Sachen absieht, die mit ins neue Heim dürfen).

Diese drei Gesellen




dürfen mit umziehen. Sie sind ein Andenken an meinen Vater, der vor 30 Jahren starb. Wir hatten einen Antiquitätenladen. Und manchmal fuhr mein Vater zu Auktionen in andere Städte. Von dort brachte er mir immer ein kleines "Knopf-im-Ohr-Tier" mit. Diese drei haben die langen Jahre überlebt.

Kann sich das einer vorstellen? Big Mama Goldpfote ging vor ca. 1000 Jahren zum Ballett. Da war ich noch klein und zierlich. Klein bin ich immer noch - zierlich? (ach, lassen wir das).





Das Buch inkl. Schallplatte hatten mir meine Eltern geschenkt. Wohl in der Hoffnung, dass ich auch zu Hause schön weiter übe. Zwei Jahre lang bin ich einmal die Woche zum Ballettunterricht gegangen. Meine Körperhaltung in dieser Zeit war vorbildlich. Und dieses Buch wurde scheinbar für mich geschrieben.




In einem Karton - der seit unserem letzten Umzug ungeöffnet im Keller stand - fand ich eine kleine Blechtruhe. In dieser Blechtruhe fand ich ganz verschiedene Dinge. Unteranderem auch eine alte Brieftasche. Und in dieser Brieftasche fand ich das:





meinen Kinderausweis. Leider seit 29 Jahren abgelaufen. Ich denke - ich werde ihn nicht verlängern lassen.

Und dann habe ich auch noch dieses hochinteressante Buch - aus dem Jahre 1961 - gefunden. Schon der Titel ist sehr vielversprechend:







Ich gestehe: ich habe dieses Buch weder vor noch nach meiner Hochzeit (und wenn ich es mir recht überlege: nie) gelesen. Vielleicht hätte ich es besser tun sollen? Nun überlege ich schon seit ein paar Tagen, wie dieses Buch überhaupt in meinen Besitz gelangt ist. Ich weiß es nicht.

Zum Schluß dann noch dies hier



Dieses Kaffeeservice (18teilig) haben meine Eltern zur Hochzeit geschenkt bekommen. Das war 1953. Meine Mutter hat es mir vor einigen Jahren vermacht. Und irgendwie kann ich mich davon nicht trennen. Lediglich Milchkännchen und Zuckerdose sind im laufe der Zeit zu Bruch gegangen. Schwarz/weiß - fast schon wieder modern.

So vieles hat sich in all den Jahren angesammelt. So vieles wurde in kurzer Zeit entsorgt.

Nur ein paar ganz wenige Dinge dürfen bleiben - gut so!

Mittwoch, 11. März 2009

Trauer


Fassungslos


Hilflos



Trauer grenzenlos






Habe soeben vom Amoklauf in einer Schule in Winnenden, Baden-Württemberg, durch einen 17-jährigen gehört.



Sechzehnmal sinnloses sterben.



Mein Beileid gilt den Opfern, Eltern, Geschwistern, Schülern, Lehrern und all jenen die in irgendeiner Form davon betroffen sind.

Freitag, 6. März 2009

Ich staune...

... was da alles so zum Vorschein kommt.

Im Hause Goldpfote wird mächtig geräumt. Der Keller wird systematisch durchforstet. Da hat sich allerlei angesammelt. Ganz zu schweigen von all den Dingen, die vom letzten Umzug - noch gut verpackt in Umzugskartons - im Keller herumstehen.

Ich gebe zu - ich war eine große Sammlerin. Mutiere aber seit einiger Zeit zur Entsorgerin der Nation. In unser schönes neues Haus möchte ich einfach diese alten Klamotten nicht mitnehmen. Gut - ich will ganz ehrlich sein. So ein, zwei vielleicht auch drei Dinge gibt es dann doch, von denen ich mich nicht trennen will.

Bei meinem Streifzug durch den Keller habe ich ein paar Fotos gemacht. Habt ihr Lust auf Bilder und auf eine kleine Zeitreise in Teile meiner Vergangenheit? Also - aufgepasst:

Nr. 1



Meine Hochzeitsschuhe. Das ist nun auch schon 12 1/2 Jahre her. Mittlerweile sehen sie ziemlich ramponiert aus. Vielleicht könnte man sie noch ein wenig herrichten? Aber nein - ich habe mich entschieden. Die Trennung ist unausweichlich. Die Schuhe gehen - die Liebe bleibt. Andersherum wär's blöder.

Nr. 2





Was ist das? Berechtigte Frage. Es ist ein Windlicht. F u r c h t b a r (es hat auch nur noch dieses eine Foto überlebt)! Hab ich vor Jahren von einer Freundin (?) geschenkt bekommen. Ich ahne: irgendwann - wenn sich mein Lebensende abzeichnet - wird das Geschmackstribunal erscheinen und Erklärungen für diese und andere Geschmacksverirrungen einfordern. Hier werde ich ganz locker kontern: "Hab ich geschenkt bekommen!" Aber das Tribunal wird sich nicht so einfach abspeisen lassen. Wird fragen, warum ich es so viele Jahre - wenn auch ungenutzt - behalten habe. Ja, ja, ist schon gut. Wer meckern will, der findet auch was.

Nr. 3



Verzeiht das Foto. Aber - ich konnte nicht widerstehen. Das ist natürlich keine Hasenguillotine. Sondern - ihr ahnt es bereits - ein Käseschneider. Habe ich zu meinem 18. Geburtstag geschenkt bekommen. Von wem ? - ich weiß es nicht mehr. Und der oder die kann froh sein das ich es vergessen habe. Das Ding ist - verzeiht den Ausdruck - sauschwer. Scheint eine echte Marmorplatte zu sein. Man kann es eigentlich nur in die Mitte eines Tisches stellen weil sonst die Gefahr besteht - platziert man es am Rande - das der Tisch kippt (wer schon mal an einem Ende einer Bierbank gesessen ist, und alle anderen stehen auf, kennt den Effekt). Ich habe mit diesem formschönen Käseschneider nicht ein einziges mal ein Stück Käse geschnitten. Und es gibt keinen erkennbaren Grund damit jetzt anzufangen. Also - weg damit.

Nr. 4


Gleich vorweg: diesen Gesellen werde ich behalten. Er begleitet mich seit ca. 33 (!) Jahren. Mein Bruder hat ihn mir geschenkt. Ein Mitbringsel aus Schweden. Dieser Wikinger ist mir ans Herz gewachsen. Vielleicht, weil ich auch heute immer noch weiß, wie groß meine Freude war. Dazu muss man wissen, dass zwischen meinem Bruder und mir Spannungen herrschten die zuweilen explosiven Charakter hatten (mit zunehmenden Alter hat sich das gelegt. Altersmilde?). Und ich hätte nie gedacht, dass er in seinem Urlaub an mich denkt und mir etwas mitbringt.

Für den Anfang soll es reichen. Ich hoffe, ihr hatte ein wenig Spaß und Freude!? Ein paar "Schätze" schlummern noch im Keller. Die werde ich euch - von Zeit zu Zeit - zeigen.

Bevor ich wieder in den Untergrund verschwinde - die Kamera natürlich immer Schussbereit an der Arbeitshose befestigt - wünsche ich euch noch ein erholsames und schönes Wochenende.

Montag, 2. März 2009

Black Forest



Kurzurlaub im Schwarzwald am Wochenende verlebt. Ein Wochenende an dem ich Freundschaft spüren durfte - ganz nah.


- Zuhören - Reden - Verstehen -


Auf dem Weg dorthin entstanden diese beiden Bilder. Wir fuhren gerade am Bodensee entlang.





Die Qualität der Bilder ist nicht die Beste. Und wie beeindruckend die untergehende Sonne und der in Rot und Orange getauchte Himmel wirklich aussahen, kann man auch nicht ganz erkennen. Aber ich habe sie gemacht während der Fahrt bei ca. 80 km/h (nein, ich bin natürlich nicht selbst gefahren).

Ich wünsche euch allen eine gute Woche.

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